Aktuelles 2008
Pressemitteilung: "Songs for Tibet“ – Moby, Sting, Alanis Morissette, und andere bekannte Musiker setzen ein musikalisches Zeichen für Tibet und den Dalai Lama – unterstützt von der International Campaign for Tibet (22. Juli 2008)
Berlin, 21. Juli 2008 – Mehr als ein Dutzend weltbekannter Musiker wie Moby, Sting, Alanis Morissette, Suzanne Vega, Garbage, Underworld, Dave Matthews und andere Interpreten haben 20 Songs zum Album „Songs for Tibet – The Art of Peace“ beigesteuert. „Songs for Tibet“ drückt die Unterstützung der Künstler für Tibet und den Dalai Lama aus und erscheint kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking.
Pressemitteilung: Teilnahme an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele von Fortschritten in Tibet abhängig machen - ICT übergibt 15.000 Unterschriften an 50 Botschaften in Berlin (17. Juli 2008)
Berlin, 16. Juli 2008 – Die International Campaign for Tibet (ICT) hat im Rahmen ihrer Olympiakampagne 15.000 Unterschriften gesammelt, mit der 159 Staats- und Regierungschefs aufgefordert werden, ihre Teilnahme an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele von Fortschritten in der Tibetfrage abhängig zu machen. Die Unterschriften der „World Leaders Petition“ werden am 17. Juli auch an insgesamt 50 diplomatische Vertretungen in Berlin verteilt. Gleichzeitig beliefert die Organisation auch in Washington D.C. mehr als 100 Botschaften. Insgesamt erhalten 159 Botschaften Post von ICT.
Pressemitteilung: Sorge über Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen vor den Olympischen Spielen – Tibeterin aus China ausgewiesen (10. Juli 2008)
Berlin, 10. Juli 2008 – Die International Campaign for Tibet (ICT) zeigt sich aus Anlass der Ausweisung einer Tibeterin aus China besorgt über die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der Olympischen Spiele. Chinesische Sicherheitsbehörden hatten die 30-jährige Tibeterin Dechen Pemba, die bis Ende 2005 in der Berliner ICT-Geschäftsstelle beschäftigt gewesen war, in dieser Woche des Landes verwiesen. Pemba besitzt einen britischen Pass und hatte vor rund zwei Jahren in Peking ein Studium aufgenommen. „Die Ausweisung zeigt, wie rigoros die Behörden im Vorfeld der Spiele gegen aus ihrer Sicht unerwünschte Personen vorgehen“, äußerte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Das Ausmaß an Überwachung und Kontrolle vor den Spielen vertrage sich nicht mit dem olympischen Geist, kritisierte Müller.
Pressemitteilung: G8 muss Tibetfrage thematisieren - kein Fortschritt in den Dialogbemühungen zwischen Tibetern und Chinesen ( 8. Juli 2008)
Berlin, 7. Juli 2008 - Staats- und Regierungschefs müssen während des G8-Gipfels gegenüber Präsident Hu Jintao die Tibetfrage ansprechen, fordert die International Campaign for Tibet (ICT). Die jüngsten Gespräche zwischen Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Staatsführung seien enttäuschend verlaufen und hätten die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft eindeutig nicht erfüllt, so die Organisation in einer Erklärung vom vergangenen Samstag. "Die Dialogbemühungen sind offenbar fest in der Hand der Hardliner in Peking. Ihr Festhalten an einer gescheiterten Tibet-Politik steht Fortschritten und einer Lösung der Tibetfrage im Wege", fügte Kai Müller, Geschäftsführer von ICT-Deutschland, hinzu. "Der G8-Gipfel bietet eine einmalige Chance, Hu Jintao in die Pflicht zu nehmen und wir hoffen, dass Bundeskanzlerin Merkel dabei eine wichtige Rolle spielen wird", so Müller.
Pressemitteilung: International Campaign for Tibet begrüßt IOC-Kritik an Hardliner-Rede in Lhasa (27. Juni 2008)
Berlin, 27. Juni 2008 - Die International Campaign for Tibet (ICT) begrüßt die Aussage des IOC in dieser Woche, mit der es bedauert, dass "während der Abschlussveranstaltung des olympischen Fackellaufes in Tibet politische Aussagen getroffen worden sind." Anlass war die Rede des Parteisekretärs der KP Chinas in der Tibetischen Autonomen Region Zhang Qingli, der am vergangenen Wochenende auf der offiziellen Bühne des olympischen Fackellaufs in Lhasa unter anderem angekündigt hatte, die "Komplott-Pläne der Dalai Lama-Clique zu zerschlagen". "Wir begrüßen die Stellungnahme des IOC als Antwort auf diesen Versuch, eine offizielle Veranstaltung der Olympischen Spiele dafür zu nutzen, den Dalai Lama zu verunglimpfen und den Machtanspruch Pekings über Tibet zu untermauern", so ICT-Geschäftsführer Kai Müller.
Aktuelles: Klima der Angst in Lhasa – Augenzeugenberichte und Analyse der Proteste in Tibet (24. Juni 2008)
Die International Campaign for Tibet hat am Vorabend des olympischen Fackellaufes durch Lhasa einen Bericht veröffentlicht, demzufolge die Situation in Tibet nach wie vor durch Angst und Repression gekennzeichnet ist. Der ICT-Bericht "Climate of fear as Olympic torch arrives in Lhasa: Tibet government emphasizes political education to ensure 'stability' for 'sacred flame'; New images of Tibet crackdown" enthält Augenzeugenberichte über Folter und Misshandlungen an Tibetern und bietet ferner einen Überblick über Anzahl und Natur der Proteste in Tibet, die seit dem 10. März 2008 stattgefunden haben und dem Vernehmen nach in einzelnen Regionen Tibets andauern. Enthalten ist ebenfalls zuvor unveröffentlichtes Bildmaterial, unter anderem über das Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte gegen das Kloster Tsendrok in der Provinz Gansu.
ICT-Pressemitteilung: Nepal geht massiv gegen Tibeter vor: führende Tibeter verhaftet (20. Juni 2008)
Berlin, 20. Juni 2008 - Nepalesische Behörden haben in der Hauptstadt Kathmandu drei führende Tibeter festgenommen und neunzig Tage Haft angeordnet. Bei den drei am 19. Juni festgenommenen Tibeterinnen und Tibetern handelt es sich um den Leiter des von den Vereinten Nationen finanzierten tibetischen Flüchtlingsaufnahmezentrums in Kathmandu sowie um die Leiterinnen des örtlichen tibetischen Frauenverbandes. In der behördlichen Anordnung wird darauf verwiesen, dass die andauernden Demonstrationen von Exiltibetern in Kathmandu gegen 'Recht und Ordnung' verstießen und bei ihrem Fortgang die 'bilateralen und freundschaftlichen Beziehungen zu China' bedrohten.
Pressemitteilung: Olympischer Fackellauf in Tibet - massive Kritik an IOC und Sponsor Volkswagen (17. Juni 2008)
Berlin, 17. Juni 2008 - Die International Campaign for Tibet (ICT)
kritisiert das Internationale Olympische Komitee und den Hauptsponsor
des Fackellaufs Volkswagen für seine Unterstützung und Mitwirkung am
Fackellauf durch Tibet. "Die Situation in Tibet ist alles andere als
normal und widerspricht dem Olympischen Geist. Tibet ist von der
Außenwelt abgeriegelt und der Verbleib von Hunderten, möglicherweise
Tausenden Tibetern ist ungeklärt", zeigte sich ICT-Geschäftsführer
Kai Müller besorgt.
Aktuell: Über 80 Nonnen verhaftet nach friedlichen Protesten in Kham (10. Juni 2008)
Infolge von „patriotischen Erziehungsmaßnahmen“ durch chinesische Behörden in Tibet ist es in der Provinz Sichuan vermehrt zu friedlichen Protesten tibetischer Nonnen gekommen. Augenzeugen berichten von mehreren Festnahmen friedlich Protestierender, die teils auch getreten und verletzt worden seien. Am 28, Mai wurde auf die Tibeterin Rinchen (oder Rigden) Lhamo geschossen, als die Nonne vor dem Behördensitz in Kardze die tibetische Nationalfahne ausrollte. Anschließend wurde die verletzte Nonne festgenommen. Ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Seit Beginn der Razzien, die verstärkt seit dem Erdbeben in Sichuan am 12. Mai stattfinden, sind insgesamt mindestens 80 Nonnen festgenommen worden. Der Verbleib dieser Personen ist unbekannt.
Pressemitteilung: International Campaign for Tibet auf dem Berliner ISTAF am 1. Juni 2008 – gemeinsamen Sportleraufruf an chinesischen Staatspräsident Hu Jintao vorgestellt (30. Mai 2008)
Berlin, 30. Mai 2008 – Die International Campaign for Tibet (ICT) fordert beim 67. Internationalen Stadionsportfest ISTAF am 1. Juni 2008 im Berliner Olympiastadion einen substantiellen Dialog zwischen der chinesischen Staatsführung und Vertretern des Dalai Lama sowie eine Verbesserung der Menschenrechtslage in Tibet. Zusammen mit amnesty international und der Initiative „Sports for Peace“ stellt ICT kurz vor den Olympischen Spielen und im Rahmen des ISTAF zudem einen Aufruf vor, dem Sportlerinnen und Sportler beitreten können. Darin wird der chinesische Staatspräsident Hu Jintao aufgefordert, die Gewalt in Tibet zu beenden und Presse-, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in China zu gewährleisten.
Aktuell: Wichtiges Zeichen nach Peking (22. Mai 2008)
ICT-Geschäftsführer Kai Müller hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk das Treffen zwischen dem Dalai Lama und Heidemarie Wiezcorek-Zeul als positiv bewertet und die Bundesregierung aufgerufen, sich aktiv für den Fortgang der Dialogbemühungen zwischen Chinesen und Tibetern einzusetzen. Das Interview kann hier nachgelesen werden.
Kommentar: Krise in Tibet (22. Mai 2008)
Nachfolgender Kommentar ist in der Mai-Ausgabe 2008 des "amnesty-Journals" von amnesty international erschienen.
Dalai Lama in Berlin - Große Solidaritätskundgebung für Tibet am 19. Mai 2008 (15. Mai 2008)
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und der Verein der Tibeter in Deutschland (VTD) mit Unterstützung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) rufen zu einer großen Solidaritätskundgebung auf. Am 19. Mai werden ab 16:00 Uhr am Brandenburger Tor namhafte Künstler und Prominente für Tibet auftreten, sondern auch der Dalai Lama selbst wird erwartet.
Pressemitteilung: Dalai Lama in Deutschland – Tibet braucht Unterstützung (15. Mai 2008)
Berlin, 15. Mai 2008 – Aus Anlass des Deutschland-Besuchs des Dalai Lama unterstreicht die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) die Notwendigkeit der Unterstützung für die friedliche Politik des Dalai Lama durch deutsche Öffentlichkeit und Politik. „Der Dalai Lama vertritt seit mehr als 20 Jahren öffentlich eine Politik des Dialogs mit China und steht für Kompromissbereitschaft und friedlichen Wandel“, äußerte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller heute in Berlin. Dies verdiene die uneingeschränkte Unterstützung durch die deutsche Politik. „Die unlängst gezeigte Bereitschaft der Staatsführung in Peking, mit Gesandten des Dalai Lama zusammenzukommen, ist ein klarer Beleg dafür, dass gerade auch öffentlicher Druck der Staatengemeinschaft nötig ist, um Fortschritte in der Tibet-Frage zu erreichen“, fügte Müller hinzu.
Pressemitteilung: Adidas muss menschenrechtliche Verantwortung zeigen – Druck auf Peking hilft Tibet ( 8. Mai 2008)
Fürth, 8. Mai 2008 – Die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) hat aus Anlass der Aktionärs-Hauptversammlung der Adidas AG ihren Aufruf an den deutschen Sportartikelhersteller bekräftigt, sich für die Menschenrechte in Tibet einzusetzen und sich gegenüber seinen chinesischen Geschäftspartnern für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts auszusprechen. „Gerade die Aufnahme informeller Gespräche zwischen Tibetern und Chinesen vor einigen Tagen ist das Ergebnis internationalen Druckes auf Peking“, erklärte ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Vor allem auch Wirtschaftsunternehmen stünden in der Verantwortung, sich für die Menschenrechte in Tibet und China einzusetzen, so Müller weiter. Gerade die Adidas AG als einer der Hauptsponsoren der Olympischen Spiele müsse sich deshalb auch aktiv für Tibet stark machen.
Pressemitteilung: Tibetische Fußballauswahl zu Gast in Deutschland ( 2. Mai 2008)
Berlin, 2. Mai 2008 – Auf Einladung der International Campaign for Tibet (ICT) hält sich die tibetische Fußballauswahl, bekannt aus dem Film „The Forbidden Team“, vom 7. bis zum 11. Mai 2008 in Deutschland auf.
Pressemitteilung: Internationaler Druck auf Peking muss aufrecht erhalten werden (26. April 2008)
Berlin, 26. April 2008 – Aus Anlass der Ankündigung in den staatlichen chinesischen Medien, die chinesische Regierung würde in „Kontakt und Beratung“ mit einem Vertreter des Dalai Lama treten, unterstreicht die International Campaign for Tibet (ICT) die Bedeutung internationalen Druckes auf die chinesische Regierung. „Es ist zu früh, um beurteilen zu können, ob das vorgeschlagene Treffen Ergebnisse bringen wird oder allein eine PR-Maßnahme vor den Olympischen Spielen darstellt“, erklärte die Organisation. Der internationale Druck müsse nun aufrecht erhalten werden, insbesondere auch von Seiten der Europäischen Union, deren Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sich dem Vernehmen nach in den vergangenen Tagen nachdrücklich für Gespräche mit der tibetischen Seite eingesetzt hatte.
Pressemitteilung: Olympiasponsoren VW und Adidas müssen menschenrechtliche Verantwortung zeigen (23. April 2008)
Berlin, 23. April 2008 - In einem gemeinsamen Aufruf fordern Nichtregierungsorganisationen VW und
Adidas auf, sich stärker für die Menschenrechte in China zu engagieren.
Unterstützer sind das Forum Menschenrechte, der Dachverband der
Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Human Rights Watch, die
International Campaign for Tibet, das Asienhaus (Essen), die Christliche
Initiative Romero und Reporter ohne Grenzen. Sie appellieren an VW und
Adidas, "ihr unternehmerisches Engagement in China und ihre Rolle als
Olympiasponsoren mit einem deutlichen Engagement für die Verbesserung
der Menschenrechtslage in China zu verbinden." Auf der morgigen
VW-Aktionärsversammlung in Hamburg wird Bernd Moritz als
Vorstandsmitglied des Dachverbandes der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre den Aufruf vorstellen.
Pressemitteilung: Nach Journalistenreise: Behörden gehen gegen Mönche vor - neue Verhaftungen und aggressives Vorgehen der Behörden in Tibet (18. April 2008)
Berlin, 18. April 2008 – Die chinesischen Behörden gehen offenbar massiv gegen Mönche vor, die am 9. April gegenüber Journalisten öffentlich protestiert hatten. Über den Protest der Mönche aus dem Kloster in Labrang war weltweit berichtet worden, da er offenbar aus Anlass einer Reise ausländischer und chinesischer Journalisten in die tibetischen Gebiete in der chinesischen Provinz Gansu stattgefunden hatte. Am 14. und 15 April sei im Kloster Labrang in Folge des Vorfalls eine große Zahl von Sicherheitskräften eingetroffen, die sofort mit Durchsuchungsaktionen begonnen hätten. Verlässlichen Berichten zufolge ist es auch zu Verhaftungen gekommen. Die International Campaign for Tibet ist in Sorge über den Verbleib und das Wohlergehen der Mönche.
Aufruf: Friedensmarsch für Tibet in Berlin am 20.4.2008 (16. April 2008)
Die International Campaign for Tibet Deutschland, die Tibet-Initiative Deutschland, Regionalgruppe Berlin und der Verein der Tibeter in Deutschland rufen für den 20.4. in Berlin auf zu einem Friedensmarsch aus Solidarität mit Tibet.
Pressemitteilung: Behörden melden mehr als 4.000 Festnahmen Sorge über Verschwindenlassen neue Unruhen in tibetischem Kloster (15. April 2008)
Washington/Berlin, 15. April 2008 Die International Campaign for Tibet (ICT) ist besorgt über Berichte über täglich neue Razzien in Wohnhäusern in Lhasa und über das Verschwindenlassen von zahlreichen Tibetern. Besorgniserregend, so die Organisation, sei ferner die Situation in einem der großen Klöster Tibets, Drepung, nachdem offenbar infolge erneuter Unruhen in dem Kloster weitere Sicherheitskräfte entsandt worden waren. Weiteren Berichten zufolge sei es zu Misshandlungen von Inhaftierten gekommen. Eine große Zahl von festgenommenen Tibetern sei augenscheinlich aus Lhasa in andere Provinzen verbracht worden.
Pressemitteilung: Acht Tibeter in Kardze getötet - neue Proteste in Tibet (14. April 2008)
Berlin, 5. April 2008 - Mindestens acht Tibeter sind glaubhaften Berichten zufolge
am 3. April 2008 in Osttibet ums Leben gekommen, nachdem bewaffnete Polizeieinheiten
auf mehrere Hundert Mönche und andere Tibeter geschossen hatten. Zuvor waren
buddhistische Mönche in dem von dem Vorfall betroffenen Kloster Tongkor in
der Provinz Sichuan festgenommen worden, weil sie sich patriotischen Erziehungsmaßnahmen
der chinesischen Behörden widersetzt hatten. Die staatlichen chinesischen
Medien sprachen in Bezug auf den Vorfall von Ausschreitungen (Xinhua,
4. April), haben allerdings keine Todesopfer gemeldet. Unterschiedlichen Quellen
zufolge haben die Behörden in den letzten Wochen ihre patriotischen
Erziehungskampagnen in den Klöstern Tibets verstärkt, was zu erneutem
Unmut unter der tibetischen Bevölkerung geführt habe. Proteste richteten
sich offenbar vor allem gegen die Aufforderung der Behörden, den Dalai Lama
öffentlich zu verunglimpfen.
Pressemitteilung: RTL-Spendenmarathon: 919.863 Euro für tibetische Flüchtlingskinder! ( 4. April 2008)
„Gerade in diesen Tagen der neuen Gewalt gegen das tibetische Volk sind die über neunhunderttausend Euro aus dem Erlös des RTL-Spendenmarathons 2007 für den Ausbau eines Flüchtlingsdorfes für tibetische Flüchtlingskinder jetzt wichtiger denn je,“ erklären RTL-Charity-Gesamtleiter Wolfram Kons und Projektpate Hannes Jaenicke. Der Ausbau des Kinderdorfes in Suja (Nordindien) war eins der sechs ausgewählten Kinderhilfsprojekte des RTL-Spendenmarathons 2007. Auch das geistige Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, erklärte sich im Rahmen der Dreharbeiten der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ bereit zu einem Interview: „Der RTL-Spendenmarathon hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern in Not zu helfen. Ich appelliere an Sie! Machen Sie mit und helfen Sie langfristig, auch im Sinne Ihrer Kinder und Kindes-Kinder."
Aufruf: Weltweiter Tibet-Aktionstag am 31.3.2008 - Kundgebung in Berlin, 16.00 Uhr (28. März 2008)
Am kommenden Montag, den 31.03.2008, trifft die Olympische Fackel in Peking ein. Weltweit werden Tibetunterstützergruppen an diesem Tag Solidaritätskundgebungen für Tibet organisieren. Um gegen den Fackellauf durch Tibet zu protestieren veranstaltet die International Campaign for Tibet (ICT) an diesem Tag eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Berlin (S/U-Jannowitzbrücke), von 16.-17.30 Uhr.
Pressemitteilung: Protest der Jokhang-Mönche – Sorge um Sicherheit – Sorge um Versorgungslage in tibetischen Klöstern (28. März 2008)
Berlin, 28. März 2008 - Die International Campaign for Tibet ist in großer Sorge um die Sicherheit der Gruppe von Mönchen, die sich gestern, am 27. März 2008, aus Anlass einer staatlich organisierten Reise von ausländischen Journalisten nach Lhasa offen mit Forderungen nach Freiheit und Unterstützung für den Dalai Lama an die Medienvertreter gewandt hatten. Dem Vernehmen nach haben chinesische Behördenvertreter den Medienvertretern zugesichert, dass die Mönche nicht mit Strafe zu rechnen hätten. Die Bilder vom friedlichen Protest waren gestern um die Welt gegangen und standen damit in Widerspruch zu den Aussagen der chinesischen Behörden, die Situation in Lhasa sei nach den tagelangen Protesten und Ausschreitungen unter Kontrolle.
Pressemitteilung: Volkswagen muss handeln – kein Sponsoring des Fackellaufs durch Tibet (27. März 2008)
Berlin, 27. März 2008 – Die International Campaign for Tibet hat ihren Aufruf an die Volkswagen AG in einem Schreiben an den Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech bekräftigt, sein Sponsoring am olympischen Fackellauf durch Tibet zurückzuziehen. „Der Fackellauf durch Tibet könnte von den Tibetern als Provokation aufgefasst werden und damit zu erneuten Unruhen führen. Volkswagen darf hierbei auf keinen Fall mitwirken“, zeigte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller besorgt. „Es reicht nicht, die Situation zu beobachten - Volkswagen muss jetzt handeln und Teil der Lösung und nicht Teil des Problems werden.“, sagte Müller. Das Unternehmen dürfe als Sponsor der Olympischen Spiele Verantwortung nicht von sich weisen.
Aufruf: Tibetischer Friedensmarsch am kommenden Sonnabend in München! (27. März 2008)
Am Samstag, den 29.03.08 um 15:00 Uhr, kommt auf dem Marienplatz in München, ein Friedensmarsch von in Deutschland lebenden Tibetern an. Die Tibeter wollen damit zu einer friedlichen Lösung des Tibetkonflikts aufrufen.
Aufruf: Schreiben Sie Bundeskanzlerin Merkel (22. März 2008)
Die Situation in Tibet ist nach wie vor äußerst angespannt. In der vergangenen Woche hat der Dalai Lama nochmals deutlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. Die chinesische Führung hat sein Gesprächsangebot zurückgewiesen. Wir sind überzeugt: Peking wird seine Politik nur ändern, wenn internationaler Druck ausgeübt wird.
Pressemitteilung: Volkswagen darf nicht am Fackellauf durch Tibet mitwirken (20. März 2008)
Berlin, 20.März 2008 – Die International Campaign for Tibet hat heute in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Winterkorn an die Volkswagen AG appelliert, ihre Mitwirkung am olympischen Fackellauf durch Tibet als offizieller Fahrzeuglieferant zurückzuziehen. „Wir sind in großer Sorge, dass der Fackellauf durch Tibet zu einer erneuten Belastung der Situation in Tibet führen könnte“, erklärte Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet. „Volkswagen muss alles tun, um zu einer friedlichen Entwicklung in Tibet beizutragen. Ein Mitwirken am Fackellauf durch Tibet wäre daher absolut inakzeptabel“, so Müller. Es dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, Volkswagen wirke bei dem augenscheinlichen Versuch der chinesischen Behörden mit, Normalität in Tibet vorzuspiegeln. Müller weiter: „Bunte VW-Fahrzeuge auf Straßen, die kurz zuvor Schauplatz blutiger Ereignisse waren, wären für die deutsche Öffentlichkeit unerträglich. Das kann nicht im Interesse von Volkswagen sein.“ Stattdessen müssten die Vorgänge in Tibet unter Mitwirkung der internationalen Gemeinschaft untersucht und aufgeklärt werden. Volkswagen müsse seine Partner in China ferner dazu drängen, dass der Dialog mit dem Dalai Lama aufgenommen wird, so Müller.
Pressemitteilung: Tibeter wollen Memorandum an chinesische Botschaft in Berlin übergeben (19. März 2008)
Berlin, 19. März 2008 - Am 3. Tag der Mahnwache zum Gedenken an die Toten und Verletzten der Protestniederschlagung in Tibet nahmen rund 100 Personen friedlich teil.
Aufruf: Mahnwache vor chinesischer Botschaft am 18.3., 13.00 Uhr (18. März 2008)
Am 18.3.2008, um 13.00 Uhr findet aus Anlass der andauernden Spannungen in Tibet eine weitere Mahnwache vor der chinesischen Botschaft (S/U-Jannowitzbrücke, Berlin) statt.
Pressemitteilung: Tibeter fordern Ende der Gewalt in Tibet und klare Position der Staatengemeinschaft - Kundgebung vor chinesischer Botschaft in Berlin (18. März 2008)
Berlin, 17. März 2008 - Bis zu 150 Tibeter und Berliner haben am heutigen Montag friedlich vor der chinesischen Botschaft in Berlin der sich weiter zuspitzenden Situation in Tibet gedacht. Kundgebungsteilnehmer forderten ein Ende der Gewalt in Tibet und riefen die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, klar Position zu beziehen und die gescheiterte Politik Chinas in Tibet zu verurteilen. Anlass für die Kundgebung war das Auslaufen des von den chinesischen Behörden an die tibetische Bevölkerung in Lhasa gestellten Ultimatums.
Aufruf: Mahnwache vor der chinesischen Botschaft in Berlin am 17.3.2008, 16.-20.00 Uhr (16. März 2008)
Am morgigen Montag, den 17.3.2008 läuft gegen 17 Uhr deutscher Zeit das Ultimatum der chinesischen Regierung an die tibetische Bevölkerung und die Protestierenden in Lhasa ab, sich den chinesischen Behörden "zu stellen". Personen, die sich bis dahin den Behörden stellen oder andere den Behörden meldeten, wurde eine "milde Bestrafung" zugesagt. Andernfalls müsste mit "schweren Strafen nach dem Gesetz" gerechnet werden.
Pressemitteilung: Tibeter protestieren vor chinesischer Botschaft in Berlin (15. März 2008)
Am heutigen Samstag haben rund 100 Tibeter und Tibet-Unterstützer vor der chinesischen Botschaft in Berlin friedlich gegen die gewaltsame Niederschlagung des Aufstandes in Tibet protestiert und die Freilassung aller festgenommenen Tibeter sowie ein Ende der Gewalt gefordert. Die Organisatoren, die Tibet Initiative Deutschland, der Verein der Tibeter in Deutschland und die International Campaign for Tibet, verurteilten die brutale Gewaltanwendung durch die chinesischen Behörden und drückten ihre große Sorge über die Sicherheit der inhaftierten Tibeter aus. Die Demonstranten gedachten abschließend der in den letzten Tagen in Lhasa ums Leben gekommenen Menschen.
Pressemitteilung: Tränengas gegen demonstrierende Mönche - massivste Proteste in Tibet seit 1989 (12. März 2008)
Berlin, 12. März 2008 – „Die öffentlichen Proteste in Lhasa und Katmandu und die weltweiten Kundgebungen der letzten Tage gegen Chinas Politik in Tibet sind Ausdruck wachsender Unzufriedenheit und Enttäuschung über ausbleibende Veränderungen in Tibet, besonders im Jahr der Olympischen Spiele in Peking,“ erklärte heute Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet (ICT), in Berlin. Es handele sich bei den Vorkommnissen in Lhasa um die massivsten Proteste seit 1989, als in Tibet das Kriegsrecht verhängt worden war, so ICT. „Die Festnahme friedlicher Demonstranten in Lhasa ist eine Menschenrechtsverletzung und Ausdruck der Hilflosigkeit der chinesischen Behörden. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen sich unverzüglich nach dem Verbleib der inhaftierten Tibeter in Lhasa erkundigen und die chinesische Regierung zur Mäßigung aufrufen. Es dürfen keine weiteren Verhaftungen von friedlichen Demonstranten stattfinden,“ forderte Müller.
Pressemitteilung: Tibet-Aktion: Proteste vor der chinesischen Botschaft (10. März 2008)
Berlin, 10. März 2008 – Zum 49. Mal jährt sich heute am 10. März der Gedenktag des tibetischen Volksaufstandes. Im olympischen Jahr protestieren Tibeter und deutsche Tibetorganisationen vor der chinesischen Botschaft und erinnern mit der Aktion „Empty Robes“ an die immer noch offene Tibet-Frage.
Pressemitteilung: Tibet-Bahn Symbol für Chinas falsche Wirtschafts- und Entwicklungspolitik in Tibet – Neuer ICT-Bericht (27. Februar 2008)
Berlin, 28. Februar 2008 – „Die neue Bahnlinie nach Lhasa und Chinas Wirtschafts- und Entwicklungspolitik bedrohen die Zukunft Tibets, aber auch großer Teile Asiens.“ Zu diesem Schluss kommt der neue Bericht der International Campaign for Tibet (ICT). „Die Bahn steht für eine Politik, die die Bedürfnisse der Tibeter in ihrem eigenen Land bewusst übergeht.“, kritisiert ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Tibeter hätten keinerlei Mitspracherecht in der Gestaltung ihres eigenen Landes, während Peking mit der Sinisierung des Landes fortschreitet, die Tibeter an den Rand der Gesellschaft drängt und überdies mit Projekten wie der Bahnlinie die Erschließung der Bodenschätze auf dem Hochland von Tibet vorbereitet. „Diese Großprojekte sind zudem massive Einschnitte in die empfindliche Umwelt auf dem tibetischen Hochland, mit Folgen potentiell für weite Teile Asiens“, zeigt sich Müller besorgt.
Aktuell: Nepal liefert Tibeter nach Razzia im Flüchtlingslager von Katmandu an China aus (26. Februar 2008)
Nepal hat am 25. Februar einen Tibeter an die chinesischen Behörden übergeben, nachdem etwa 50 bis 60 bewaffnete Polizeibeamte das tibetische Flüchtlingsaufnahmezentrum in Katmandu am späten Abend des 23. Februar gestürmt und durchsucht hatten. Die Einrichtung wird vom Lutherischen Weltbund verwaltet und vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) finanziert. Sie ist Anlaufstelle für aus Tibet geflohene Tibeter und bietet erste humanitäre Nothilfe etwa durch die Bereitstellung medizinischer Versorgung. Der 27-jährige Tsering Dhundup aus der chinesischen Provinz Qinghai wurde von den nepalischen Einwanderungsbehörden in Gewahrsam genommen und am 25. Februar gegen 16:15 Uhr Ortszeit an die chinesischen Behörden an der tibetisch-nepalesischen Grenze ausgeliefert.
Keine Besserung der Lage in Tibet - ICT besorgt über drohende Instrumentalisierung der Olympischen Spiele 2008 (24. Januar 2008)
Berlin - Aus Anlass der heutigen Bundestagsanhörung von Sport- und Menschenrechtsausschuss zum Thema Olympische Spiele in Peking weist die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) auf die anhaltend schlechte Menschenrechtslage in dem von China besetzten Tibet hin. "Anders als erhofft hat die Vergabe der Olympischen Spiele
zu keiner substantiellen Besserung der Menschenrechtslage vor allem auch in Tibet geführt", äußerte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller in Berlin. Im Gegenteil sei in Tibet in den letzten Jahren sogar eine Verschlechterung der Situation zu beobachten.
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